Hapoel gewinnt das Tel Aviver Derby 105-87, Micic trifft neun Dreier
Von Die Redaktion von The Israel DeskErschienen:

Hapoel Tel Aviv verwandelte einen frühen Wurfvorteil am 1. November in einen 105-87-Auswärtssieg gegen Maccabi Tel Aviv. Damit begann die dichte Folge von Duellen der Stadtrivalen mit einem klaren Ligaergebnis. Vasilije Micic führte den Sieger mit 31 Punkten an, darunter neun Dreier bei 13 Versuchen. Diese Bilanz veröffentlichten sowohl Maccabis Spielbericht als auch Eurohoops.
Hapoels Distanzwürfe bestimmten das Spiel
Nach Maccabis Bericht trafen die Gäste 19 ihrer 31 Würfe jenseits der Dreierlinie. Das ergab 57 Punkte und damit mehr als die Hälfte ihres Gesamtergebnisses. Micic steuerte davon 27 bei; seine übrigen vier Punkte kamen laut Eurohoops von vier erfolgreichen Freiwürfen.
Die Treffer vergrößerten den Abstand immer wieder und verteuerten jeden Versuch einer Aufholjagd. Dabei reichte Hapoels Gefahr über Micic hinaus: Seine Mitspieler trafen zusammen zehn weitere Dreier. Maccabis Defensive musste dadurch mehrere gefährliche Schützen gleichzeitig kontrollieren.
Der Vorsprung wuchs über drei Viertel
Hapoel führte nach dem ersten Viertel 26-22 und zur Pause 59-47. Nach dem dritten Abschnitt stand es laut Ynet 83-63. Dem endgültigen Abstand von 18 Punkten ging somit ein Vorsprung von 20 Punkten vor den letzten zehn Minuten voraus.
Maccabi verkürzte zu Beginn des Schlussviertels auf 16 Punkte, Hapoel behielt jedoch die Kontrolle. Ynet nannte Abschlüsse von Tai Odiase und weitere Micic-Punkte als entscheidende Antworten. Der Anstieg von vier auf zwölf und dann zwanzig Punkte zeigt, dass sich das Ergebnis über mehrere Abschnitte entwickelte.
Weitere Punktesammler entlasteten Micic
Antonio Blakeney erzielte 18 Punkte, Odiase 17. Tamir Blatt, Amir Coffey und Tomer Ginat kamen jeweils auf neun, berichtete die Jerusalem Post am 2. November. Diese Verteilung machte eine allein auf Micic konzentrierte Verteidigung zusätzlich schwierig.
Blatt traf auf seinen früheren Verein. Die Post zitierte Trainer Dimitris Itoudis zu dessen begrenzter Vorbereitungszeit mit dem Team und seinem Beitrag in Angriff und Verteidigung. Itoudis hob außerdem die elf Ballverluste hervor. Seine Einschätzung bezog neben der Wurfleistung auch Ausführung, Vertrauen und Ballsicherheit ein.
Maccabis Angriff konnte den Abstand nicht schließen
Yam Madar führte Maccabi mit 18 Punkten an. Roman Sorkin erzielte 15, Bonzie Colson 14 und Armando Bacot zehn, so Ynet. Mehrere Spieler lieferten offensiv, doch gegen Hapoels wiederholte Dreipunkteangriffe reichte die Ausbeute nicht.
Es war Maccabis zweite Liganiederlage hintereinander und die fünfte wettbewerbsübergreifend. Die Ligabilanz sank auf zwei Siege und zwei Niederlagen, während Hapoel laut Eurohoops bei drei Siegen und einer Niederlage steht. Der Erfolg hat Gewicht in der frühen Saison, deren größter Teil noch bevorsteht.
Die jüngsten Derbys liefern zusätzlichen Kontext
Maccabis offizielle Vorschau erinnerte an den eigenen 101-83-Sieg im Super Cup am 17. September. Im November wechselte damit die Siegerseite. Verschiedene Wettbewerbe brachten zwischen denselben Vereinen bereits sehr unterschiedliche Resultate hervor.
In der Vorsaison gewann Hapoel alle drei Derbys der regulären Saison, ehe Maccabi die Meisterschaftsfinalserie mit drei Siegen zu einem gewann. Der Erfolg am Sonntag verlängerte Hapoels Serie in regulären Ligaderbys auf vier, wie Israel National News berichtete. Diese Serie steht neben Maccabis Erfolg im Titelkampf.
Die nächsten Aufgaben verlangen eine Antwort
Beide Teams sollen sich im Winner-Cup-Finale und in der EuroLeague wieder begegnen. Maccabis nächste europäische Aufgabe ist laut eigenem Bericht das Auswärtsspiel bei Partizan am Freitag, dem 6. November. Vor dem nächsten Derby steht damit eine weitere Bewährungsprobe an.
Hapoel kann sich an verteiltem Scoring, hoher Distanztrefferquote und einem über drei Viertel wachsenden Vorsprung orientieren. Maccabi muss gegnerische Dreier stärker begrenzen, damit die eigene Offensive Wirkung entfaltet. Das 105-87 zeigte, wie schnell dieses Verhältnis kippen kann.
